7 Boote







Sieben Boote, unauffällig in ihrer der Umgebung entsprechenden grauen Farbe, liegen, wie gerade an Land gezogen, zufällig verteilt am Ufer des Kanals. Der aufmerksame Passant wird bemerken, dass es sich nicht um reale Boote handelt, sondern um Skulpturen in Bootsform, genauer um Betonabgüsse des Bootsinneren, das normalerweise ein Hohlkörper ist. Dieses Verfahren trägt dazu bei, dass das Boot plötzlich nicht mehr als funktionaler Gegenstand wahrgenommen wird, sondern als reine Form mit einer besonderen Ästhetik. Die Umkehrung von Leichtigkeit in Schwere tritt hinzu und bekommt eine besondere Qualität, wenn die Boote bei hohem Wasserstand unter der Wasseroberfläche liegen. Susanne Windelen schuf diese ebenso skulpturale wie poetische Arbeit im Rahmen des Bildhauer-Symposiums für den Binnen-Hafen. Die Boote bestehen aus sieben 5-8 Meter langen Gussstücken aus verschiedenen pigmentierten Betonsorten. Sie liegen auf einem terassenförmigen Absatz der Uferbefestigung des Vinckekanals und wurden mit Eisenkettengliedern miteinander verschweißt.
Anmerkung 2015: Das Skulpturenprojekt wurde durch Vandalismus beschädigt. Die gegenwärtige Präsentation findet nicht die Zustimmung der Künstlerin.
Literaturhinweis:
StadtKunstFührer: Skulpturen im Duisburger Stadtraum, hg. von der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg 2012, S. 189.
Susanne Windelen
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Kaimauer unterhalb der Krausstraße, Duisburg-Ruhrort, 47119 Duisburg
