Bank
Erwin Heerich, der bis zu seinem Tod rund 50 Jahre lang in Meerbusch lebte und arbeitete, wurde nicht nur mit seinen autonomen Skulpturen bekannt, sondern vor allem auch mit den zwischen Architektur und Skulptur changierenden Bauwerken für die Museumsinsel Hombroich bei Neuss. Sowohl seine Architekturen als auch seine Plastiken sind aus geometrischen Grundformen aufgebaut und streben das Ideal vollkommender Ausgewogenheit der Proportionen an.
Die „Bank“, die er in seinen letzten Lebensjahren für seine Heimatstadt schuf, lässt seine Formprinzipien erkennen. Ihrem Entwurf liegt ein für alle Teile maßgebliches Raster, ein Quadrat von 18 cm Kantenlänge, zugrunde. Dieses Maß wiederholt sich multipliziert sowohl in der Grundfläche als auch in den Seitenlehnen, die jeweils aus zwei Viertelzylindern von 18 cm Durchmesser zusammengesetzt sind. Das Ergebnis ist eine schlichte „Bank“ in ausgewogenen Formen, die als autonome Skulptur wahrgenommen werden kann und an dem vom Künstler selbst gewählten Standort mit der umgebenden Natur harmoniert.
Literaturhinweise:
Stadt Meerbusch (Hg.): Mataré und seine Schüler, Meerbuscher EUROGA-Kunstweg, Meerbusch 2002.
Klaus Hellmich: Büdericher Geschichts- und Kulturspaziergänge, Meerbusch 2006.
Friedhelm Ruf: Mit Emilia zu Finlays Geheimnissen, Köln 2008.
Margot Klütsch: Meerbuscher Kunstwege, Düsseldorf 2010.
Erwin Heerich
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Meerbusch-Büderich, Parkgelände am Städtischen Hallenbad, Friedenstraße 21


