Die Salztangente – Gronau-Epe

Das Salz im Westmünsterland

Das hier gefundene Salz ist Teil der niederrheinischen Salzpfanne und erstreckt sich vom Rhein bis ins Emsland und in die Niederlande hinein. Das Salz ist vor über 200 Millionen Jahren durch Verdunstung aus einem Urmeer entstanden und lagert in einer Tiefe von etwa 1.000 bis 1.400m und ist ein sehr reines (98-99%) Kochsalz. Für die Gewinnung wird das Salz seit 1972 mit Wasser gelöst. Die Sole ist ein wichtiger Grundstoff für die chemische Industrie. Zudem ist Salz ein dichtes Muttergestein für Speicherkavernen, in denen Erdöl und Erdgas gespeichert werden.

Entdeckt wurde das Salz bei der Suche nach Erdöl und Erdgas und mit Bohrungen aufgeschlossen. Gute Karten über die Größe der Salzpfanne entstanden mit der Entwicklung seismischer Messmethoden. Bei seismischen Messungen werden mit Hammerschlägen, Sprengungen oder mit Schwingmaschinen an Profilpunkten Wellen erzeugt. Die rasterförmig in langen Linien ausgelegten Geophone nehmen die an Trennschichten im Untergrund reflektierten Wellen auf. Durch die Auswertung der Laufzeiten ergibt sich so ein genaues Bild der tiefen Gesteinsschichten.

Georg Hengst, Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen, Ahaus


Franz John

1960
Geboren in Markleugast bei Bayreuth; lebt in Berlin.
  
  
1978–1984
Studium »Visuelle Kommunikation«, Würzburg.
1980
Aufenthalt in Italien / Assistenz in »Arte Povera« Ateliers in Turin.
1996
»Artist in Residence« im Headlands Center for the Arts, San Francisco: Projekt Military Eyes in den Bunkeranlagen am Golden Gate.
1999–2000
CD-ROM »interzone« - Eine interaktive Zeitreise durch die Berliner Grenzanlage.
2001/2003
Visiting Faculty, Ohio State University - Department of Art, USA.
2003
Gastlehrauftrag, Universität Paderborn, FB Medienwissenschaften.
2006
Visiting Artist, University of Michigan - School of Art & Design, USA.
2006/2007
Aufenthaltsstipendium, Künstlerdorf Schöppingen, D.
2007
Visiting Faculty, University of Michigan - School of Art & Design, USA.
2008
Visiting Artist, Auckland University of Technology (AUT), Auckland, NZ.
2012/2013
Stipendium, Künstlerdorf Schöppingen, Schöppingen, D.
2013/2014
Gastdozent, Carl v. Ossietzky Universität Oldenburg (Institut f. Kunst & visuelle Kultur).
  
  
  
  

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Ort
Gronau
Gronau-Epe
Künstler
Franz John
Jahr
2004
Maße
Gesamtstecke 80 km, 8 Stabfelder unterschiedlicher Ausdehnung von 30 bis 500 Metern je nach topografischer Situation, Höhe 1 – 5 m.
Material
Edelstahl, verzinkt, ultramarinblau bis grau lackiert