Dufttunnel

Olafur Elíasson, inzwischen durch seine physikalische Gesetzmäßigkeiten, Wahrnehmung, Natur und Kunst thematisierenden Installationen weltweit bekannt geworden, schuf für Gütersloh eine Arbeit, die dem in der Kunst ein wenig vernachlässigten Geruchssinn gewidmet ist. Ein filigranes Stahlgerüst bildet einen zwölfeckigen Tunnel und dient als Rankhilfe für zahlreiche stark duftende Pflanzen.
Es sind bekannte Arten dabei, wie Rosen und Lavendel, aber auch eher unbekannte und exotische Gewächse: Alyssum montanum, Convallaria majalis, Viola odorata, Ilium candidium, Narcissus poeticus oder Lonicera japonica. Zusammen lassen sie einen „Dufttunnel“ entstehen, der ein im Durchschreiten, aber auch je nach Wetterlage, Tages- und Jahreszeit sich stetig wandelndes Geruchserlebnis vermittelt. Im selben Jahr widmete Elíasson den Blumenaromen einen weiteren Dufttunnel in Wolfsburg, der anlässlich der Weltausstellung Expo 2000 entstand.


Olafur Elíasson

1967
geboren in Kopenhagen; lebt in Berlin und Kopenhagen.
1989–1995
Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen. Schon während des Studiums lernte er in Köln die Galeristen Tim Neuger und Burkhard Riemschneider kennen und stellte bei ihnen in Berlin aus.
1994
Umzug nach Berlin.
1998–2001
Projekt „Green River“, bei dem Flüsse mit ungiftigem grünen Farbstoff eingefärbt wurden.
2006
Professur an der Universität der Künste (UdK) in Berlin.
2008
Installation von vier großen künstlichen Wasserfällen rund um die Südwestspitze Manhattans.
2009
dort Gründung des „Instituts für Raumexperimente“.
2011
Fassade für das Konzerthaus Harpa in Reykjavík.
2012
wurde Elíasson als neues Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen.
 
Elíasson beschäftigt sich vornehmlich mit physikalischen Phänomenen in der Natur wie Licht und Wasser, Bewegung und Reflexion.
Quellen:

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Ort
Gütersloh
Gütersloh, Botanischer Garten, Sonnen- und Apothekergarten, an der Parkstraße
Künstler
Olafur Elíasson
Jahr
2000
Maße
keine Angabe
Material
Stahlgerüst, Pflanzen
Objektart
Environmental Art
Kunst im öffentlichen Raum NRW