Dufttunnel
Olafur Elíasson, inzwischen durch seine physikalische Gesetzmäßigkeiten, Wahrnehmung, Natur und Kunst thematisierenden Installationen weltweit bekannt geworden, schuf für Gütersloh eine Arbeit, die dem in der Kunst ein wenig vernachlässigten Geruchssinn gewidmet ist. Ein filigranes Stahlgerüst bildet einen zwölfeckigen Tunnel und dient als Rankhilfe für zahlreiche stark duftende Pflanzen.
Es sind bekannte Arten dabei, wie Rosen und Lavendel, aber auch eher unbekannte und exotische Gewächse: Alyssum montanum, Convallaria majalis, Viola odorata, Ilium candidium, Narcissus poeticus oder Lonicera japonica. Zusammen lassen sie einen „Dufttunnel“ entstehen, der ein im Durchschreiten, aber auch je nach Wetterlage, Tages- und Jahreszeit sich stetig wandelndes Geruchserlebnis vermittelt. Im selben Jahr widmete Elíasson den Blumenaromen einen weiteren Dufttunnel in Wolfsburg, der anlässlich der Weltausstellung Expo 2000 entstand.
Olafur Elíasson
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Gütersloh, Botanischer Garten, Sonnen- und Apothekergarten, an der Parkstraße


