Emsakropolis

Die „Emsakropolis“ ist ein kubischer Körper mit sechs Öffnungen. Er besteht aus Beton und ist in einem Betonschalguss gegossen worden. Die Seitenwände werden von Säulen begrenzt und bieten einen Durchblick in die Umgebung. Von Weitem gleicht die Emsakropolis dem Rohbau eines neuen Hauses inmitten der Dörenther Wiesen. Sie ist in ihren Proportionen so weit verkleinert, dass man in ihrem Inneren kaum stehen kann. Durch die Öffnungen zu allen Seiten wird die Umgebung gerahmt sichtbar.
Durch seine abstrakte Form steht das Objekt in deutlichem Kontrast zur Landschaft. Sich nicht darin einfügend nimmt die Emsakropolis die Architekturinterpretationen der Antike auf. Sie steht auf einer freien Ebene, nicht wie ein Haus, sondern wie ein Tempel, durch den die Landschaft erst in ihrer Eigenheit sichtbar wird
In ihrer gegossenen Betonform ist sie gleichzeitig eine moderne Ruine und thematisiert so den Übergang zwischen dem Ziel einer kunstvoll geordneten Kulturlandschaft in der Landschaftsgartenarchitektur und der Ansicht, die Natur solle die Landschaft zurückgewinnen. Die Verwendung von Beton für das Objekt schlägt den Bogen zur Industrialisierung, zu den Städten und zu den Rohbauten der heutigen Zeit.


Sabine Hornig

1964
geboren; lebt in Berlin und Los Angeles.
1986–1990
Studium der Bildenden Kunst und Bildhauerei an der Hochschule der Künste, Berlin.
1992
Meisterschülerin.
1995
UC Los Angeles mit einem Stipendium der Studienstiftung.
 
Stipendien/Preise
2009
Stipendium des Goethe-Institutes für die Villa Aurora in Los Angeles.
1999–2000
PS1-Stipendium New York des Senats für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin.
1998
Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium.
1997
Arbeitsstipendium des Senats für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin.
1996
Kunstfonds, Bonn.
1992
Nachwuchsförderung, HdK Berlin.
1990
Studienstiftung des deutschen Volkes, Bonn.
 
Lehrtätigkeit
2008–2009
Gastprofessur für Bildhauerei an der Universität der Künste, Berlin.
2002–2003
Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe, Bildhauereiklasse.
1997
Lehrauftrag an der Johannes Gutenberg Universität Mainz.
1995
Visiting Scholar und Teaching Assistant an der UC Los Angeles.

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Ort
Ibbenbüren
Ibbenbüren/Dörenthe, Brochterbecker Straße, Ecke Daßmann-Weg
Künstler
Sabine Hornig
Jahr
2001
Maße
285 x 508 x 260 cm
Material
Beton
#nrwskulptur