Emsakropolis
Die „Emsakropolis“ ist ein kubischer Körper mit sechs Öffnungen. Er besteht aus Beton und ist in einem Betonschalguss gegossen worden. Die Seitenwände werden von Säulen begrenzt und bieten einen Durchblick in die Umgebung. Von Weitem gleicht die Emsakropolis dem Rohbau eines neuen Hauses inmitten der Dörenther Wiesen. Sie ist in ihren Proportionen so weit verkleinert, dass man in ihrem Inneren kaum stehen kann. Durch die Öffnungen zu allen Seiten wird die Umgebung gerahmt sichtbar.
Durch seine abstrakte Form steht das Objekt in deutlichem Kontrast zur Landschaft. Sich nicht darin einfügend nimmt die Emsakropolis die Architekturinterpretationen der Antike auf. Sie steht auf einer freien Ebene, nicht wie ein Haus, sondern wie ein Tempel, durch den die Landschaft erst in ihrer Eigenheit sichtbar wird
In ihrer gegossenen Betonform ist sie gleichzeitig eine moderne Ruine und thematisiert so den Übergang zwischen dem Ziel einer kunstvoll geordneten Kulturlandschaft in der Landschaftsgartenarchitektur und der Ansicht, die Natur solle die Landschaft zurückgewinnen. Die Verwendung von Beton für das Objekt schlägt den Bogen zur Industrialisierung, zu den Städten und zu den Rohbauten der heutigen Zeit.
Sabine Hornig
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Ibbenbüren/Dörenthe, Brochterbecker Straße, Ecke Daßmann-Weg


