Ferro spezzato – Blocco

Die Skulptur gehört zu der der Werkgruppe der „ferri spezzati“ (Gebrochene Eisen), an der Giuseppe Spagnulo seit 1972 arbeitet. In diesen Arbeiten versteht er das Feste, Geschlossene und Geometrische als Bild der herrschenden Gesellschaftsform, die es aufzubrechen gilt. So handelt es sich bei dieser Skulptur um einen enorm schweren massiven Stahlblock, den der Künstler mit einem Schweißbrenner diagonal in zwei Hälften geteilt hat.
Die beiden auf diese Weise entstandenen Dreiecke bleiben aufeinander liegen, so dass die Würfelform noch erkennbar bleibt und der tiefe Einschnitt als gewaltsames Eindringen unter großer Kraftanstrengung empfunden wird. Die Veränderung der Form erscheint gleichzeitig als Verletzung, aber auch als Ausdruck der Befreiung.

Weitere Informationen: www.artibeau.de/2630.htm


Giuseppe Spagnulo

1936
geboren in Grottaglie, Italien; 2016 gestorben in Mailand.
1952–1958
Studium an der Kunstschule von Grottaglie und am Instituto d´arte per la ceramica in Faenza.
1959
Immatrikulation an der Academia di belle Arti di Brera.
1965
Erste Einzelausstellung im Salone Annunciata in Mailand.
1972
Erste Teilnahme an der Biennale in Venedig.
1977
Teilnahme an der Documenta 6 in Kassel.
1980
Stipendium des DAAD in Berlin.
1983
Teilnahme an der Biennale von Middelheim in Antwerpen.
Quellen:

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Ort
Bochum
Bochum, Haus Weitmar, Schlossstraße 1
Künstler
Giuseppe Spagnulo
Jahr
2005
Maße
ca. 170 x 150 x 130 cm; Gewicht ca. 23 t
Material
geschmiedeter Stahl
#nrwskulptur