Gate (white)
Seit den späten 1970er Jahren hatte der Künstler Zeichnungen und Gemälde geschaffen, in denen er in feinen Umrisslinien und kräftigen Farben vornehmlich Alltagsgegenstände, aber auch Schriftzüge darstellte. Die aus Linien und Flächen bestehenden Werke, die keinerlei Tiefe suggerieren, erinnern an Pop-Art oder Zeichnungen aus Comics. Dabei werden keine Menschen dargestellt, sondern vom Menschen geschaffene Objekte. Auch seine Objekte im öffentlichen Raum gehen von dieser Arbeitsweise aus. Im Zusammenhang mit seiner Ausstellung in Haus Esters und Haus Langen schuf er eine Skulptur für den Außenbereich, die im Skulpturengarten der Anlage verblieb. Die für den Künstler typischen Umrisslinien geben hier das Tor eines Gartenzaunes wieder und wurden in weiß beschichtetem Stahl ausgeführt. Der Zaun erscheint funktionslos und nahezu immateriell in der Natur zu schweben. Er ermöglicht Durchblicke nicht nur, wie bei jedem Zaun zwischen den Latten, sondern auch durch diese hindurch, da sie hier nur durch ihre Konturen erfasst sind. Das ergibt ein irritierendes Vexierspiel der Positiv- und Negativformen, der Zwei- und Dreidimensionalität.
Verweis: www.krefeld.de
Michael Craig-Martin
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Skulpturengarten Museum Haus Esters/Haus Lange, Wilhelmshofallee 91, 47800 Krefeld


