Geschwungene Linie

Die Arbeiten des Bildhauers Werner Pokorny bewegen sich oft im Spannungsfeld zwischen abstrakter und gegenständlicher Formensprache. Auch diese Arbeit kann abstrakt als „Geschwungene Linie“ aus Cortenstahl mit quadratischem Querschnitt gesehen werden, die in der Mitte um 90 Grad abgeknickt und dann nochmals so geknickt wird, dass  zwei Schenkel eines Dreiecks entstehen, während die beiden Linienenden parallel auslaufen und sich von einer geometrischen zu einer frei geschwungenen Form entwickeln.
Wer jedoch das Werk des Bildhauers kennt, wird auch hier die gegenständliche Grundform eines Hauses erkennen, die neben anderen einfachen Motiven, dem Gefäß, der Figur, der Rippe, in seinen Skulpturen immer wieder zum Ausgangspunkt geworden sind. Werner Pokorny erstellte diese Stahlplastik im Rahmen der Kunstaktion „Bildhauer in Menden“ auf der sogenannten „Hönneinsel“, einer zentralen Parkanlage an der Hönne.


Werner Pokorny

1949
geboren in Mosbach; 2022 gestorben in Ettlingen.
1971–1976
Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei den Professoren Baschang, Kalinowski und Neusel.
1974–1976
Studium der Kunstgeschichte an der Universität Karlsruhe und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
1988
Villa Romana, Gastaufenthalt.
1989
Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg.
1989–1990
Gastprofessur an der Staatl. Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
1998
Berufung auf eine Professur für allgemeine künstlerische Ausbildung, Schwerpunkt Bildhauerei, an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
2006
Teilnahme am Busan Sculpture Project, Biennale Busan, Südkorea.
Werner Pokorny war 1. Vorsitzender des Künstlerbundes Baden-Württemberg.

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Ort
Menden
Menden, Hönneinsel
Künstler
Werner Pokorny
Jahr
1987
Maße
700 x 320 x 340 cm
Material
Corten-Stahl
#nrwskulptur