Licht und Bewegung
Vom Besitzer des Herrenmode-Kaufhauses Wormland wurde Otto Piene mit einem Kunstwerk am Gebäude des Architekten Peter Neufert in der Hohen Straße beauftragt. Piene schuf daraufhin die seinerzeit größte lichtkinetische Plastik unter Einbeziehung der gesamten Gebäudefassade. Ansetzend oberhalb des Erdgeschosses bis zur Dachkante hinauf wurde die Wand mit glänzenden quadratischen Metallplatten belegt, die jeweils wie eine flache Pyramide gestaltet sind. So erhält die Fassade gleichzeitig eine plastische Modellierung und eine größtmögliche Reflexionsfläche des Lichtes, wie bei einem geschliffenen Edelstein. Aus der Fassade ragen zahlreiche Stäbe mit kugelförmigem Abschluss heraus, in denen sich Leuchten befinden. Zentrum der Komposition ist ein drehbares Rad in der oberen Fassadenhälfte, an dem ebenfalls Stäbe mit Kugellampen in mehreren Ebenen strahlenförmig angebracht sind. Eine über dem Rad befindliche vertikale Achse ragt über die Dachkante hinaus.
Die Installation war elektronisch programmiert und wird so eine eindrucksvolle Choreografie aus Licht und Schatten am gesamten Gebäude und darüber hinaus erzeugt haben. Leider ist die Mechanik und Elekronik schon seit langer Zeit außer Betrieb, es sind in den letzten Jahren jedoch Bemühungen für eine Restaurierung in die Wege geleitet worden.
Verweis:
http://m.skulpturenfuehrer.de/de/skulpturenfuehrer-koeln/ort/licht-und-bewegung
Otto Piene
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Köln, Hohe Straße 124-128


