Lichthorizont

Der vielseitige Freiburger Künstler Hans-Günther van Look war sowohl Bildhauer als auch Maler, besonders widmete er sich jedoch der Gestaltung von Glasfenstern, wie sie zum Beispiel im Freiburger Münster zu sehen sind. Im Siegburger Bahnhof gestaltete er die Wand hinter den Bahngleisen ebenfalls mit Malerei hinter Glas. Die Reihe beginnt mit drei hochformatigen abstrakten Gemälden in Blautönen, setzt sich in mehreren Panelen in streifigem Blau fort, um dann in schrittweise schmaler werdenden Streifen auszulaufen.
Diese Anordnung vollzieht den optischen Eindruck einer schneller werdenden Bewegung nach, wie sie zum Beispiel entsteht, wenn man aus einem anfahrenden Zug herausblickt oder auch vom Bahnsteig aus einer Fahrt aufnehmenden Bahn nachschaut. Hierbei interessierte den Künstler, der die Farbe Ultramarin auch als „Organ des Lichts“ beschrieb, nicht nur die optische Wirkung des Lichtes, sondern auch seine transzendente Bedeutung.

Weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Siegburg/Bonn


Hans-Günther van Look

1939
geboren in Freiburg im Breisgau; 2007 gestorben ebenda.
1958–1963
Studium an der Kunstakademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Georg Meistermann, Architekturvorlesungen an der TH Karlsruhe bei Egon Eiermann.
1970
Gründungs- und Vorstandsmitglied der Reinhold Schneider-Gesellschaft e. V.
1981–1987
1. Vorsitzender der Gemeinschaft christlicher Künstler der Erzdiözese Freiburg.
1990–2001
2. Vorsitzender des E-Werks, Hallen für Kunst Freiburg.
ab 1995
Mitglied des Deutschen Werkbundes Nordrhein-Westfalen e. V. und Baden-Württemberg e. V.
1998
Gründungsmitglied der Freiburger Dialoge.
1998
Gründungsmitglied des Birkenmeier Steinguss-Symposiums.
Quellen:

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Ort
Siegburg
Siegburg, ICE-Bahnhof Siegburg-Bonn, Europaplatz 3
Künstler
Hans-Günther van Look
Jahr
2005
Maße
keine Angabe
Material
Glas, Malerei
Objektart
Wandgestaltungen
Kunst im öffentlichen Raum NRW