Line of Beauty – das fünfte Klärwerk
Die Veränderungen, denen der Lauf der Sedeke in der Vergangenheit ausgesetzt war, werden in diesem Land-Art-Projekt in einer Trias erlebbar: Susanne Lorenz zitiert gleichzeitig die noch nicht begradigte Seseke vor 1920, die Seseke als kanalisierten Abwasserfluss in der Zeit danach sowie die Seseke als mittlerweile wieder großteils renaturierten Fluss. Als geschwungene, von Hölzern gerahmte Linie wird der historische Verlauf an diesem Ort in einer kurvigen Kontur nachgezeichnet. Die Hölzer definieren ein Segment, in dem Wasserpflanzen den Fluss zusätzlich reinigen. Der oberhalb der Skulptur entlangführende Fahrradweg wiederholt diese geschwungene Linie und wird so zum erlebbaren Zeichen für die Intervention im Fluss.
In einer Tradition, die spätestens seit der Antike als Konzept formuliert ist, wird in „Line of Beauty – das fünfte Klärwerk“ das Schöne (die Form) mit dem Nützlichen (der Reinigung) verbunden, wobei insbesondere die Form des Schönen umstritten bleibt. Ist das Schöne das sichtbar Gestaltete? Oder ist das Schöne das Natürliche, das es zu definieren gilt?
Weitere Informationen: www.komat.de
Susanne Lorenz
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Bergkamen, Mühlenstraße, Nähe Am Alkenbach


