Mechanischer Baum

Der „Mechanische Baum“ wurde zeitgleich mit der Einweihung des Neubaus des damaligen Geschwister-Scholl-Gymnasiums im Jahr 1972 aufgestellt. Es handelt sich um eine Edelstahlskulptur des italienischen Bildhauers Roberto Cordone, in deren abstraktem Vokabular die Grundform eines Baumes noch erkennbar ist. Aus einem schlanken „Stamm“ erwachsen gebogene „Äste“ aus Metallröhren, die „Früchte“ bestehen aus hochglanzpolierten Edelstahlkugeln.
Dieses einfache, an eine Kinderzeichnung erinnernde Abstraktionsverfahren stellt eine Beziehung zum Standort an der Schule her, die durch die Spiegelung der Umgebung in den glänzenden Flächen noch vertieft wird. Auch die verzerrt gespiegelten Abbilder der Betrachter animieren zum spielerischen Umgang mit der Skulptur.


Roberto Cordone

1941
geboren in Vallecrosia (Italien); lebt und arbeitet in Köln.
1953–1957
Studium der Malerei bei Enzo Maiolino.
1957
Erste plastische Arbeiten.
1960
Übersiedlung nach Deutschland.
Seit 1962
Arbeiten in selbst entwickelten Metalltechniken.
1969
Förderpreis des Kulturpreises im Bundesverband der Deutschen Industrie.
1971
Mitglied der Accademia Tiberana, Rom.
1972
Arbeitsstipendium des Kulturkreises im BDI bei der Bayer AG.
seit 1982
Entstehen der Werkfolge "Movimenti Elicoidali" (schraubenförmige Bewegungen).
1990
Zusammenarbeit mit dem Tanztheater Düsseldorf.
1992
Zusammenarbeit mit dem Tanztheater Gelsenkirchen.
1993
Fernsehfilm "Schweres Metall und leichte Schritte" als Dokumentation von Cordones Arbeit.

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Ort
Solingen
Solingen, Geschwister-Scholl-Schule
Künstler
Roberto Cordone
Jahr
1972
Maße
keine Angabe
Material
Stahl
Kunst im öffentlichen Raum NRW