Nashorn

Das Nashorn ruht auf einem Sockel mit runder Oberfläche neben dem Eingang zum Haus „Am Luftigen“, das zunächst als Stadthalle und dann als Gaststätte auf einem Hügel über dem Ruhrtal sehr beliebt war. Der heutige Hausherr bezeichnet das Nashorn als „Wächter des Hauses“, womit der in sich ruhende, archaische und gleichzeitig wehrhafte Charakter des Tieres treffend zusammengefasst ist. In kauernder, aber dennoch wacher Haltung präsentiert das Tier sich dem Betrachter, wobei die rauhe, schrundige Oberfläche und Farbe des Gussbetons der natürlichen Erscheinung des Nashorns entsprechen. Im Werk des Bildhauers Johannes Brus nimmt das Nashorn, in der europäischen Kunstgeschichte seit der berühmten Grafik Albrecht Dürers von 1511 Inbegriff des exotischen und urtümlich fremden Tieres, eine herausragende Stellung ein. Brus „Nashorntempel“ an der Johanniskirche in Essen-Vogelheim zeigt eine weitere Variation des Tieres.

Verweis: Heimat- und Verkehrsverein Kettwig


Johannes Brus

1942
geboren in Gelsenkirchen; lebt und arbeitet in Essen und Braunschweig.
1964–1971
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf.
1976
Kunstpreis Villa Romana Florenz.
1981
Arbeitsstipendium des Kunstfonds e. V., Bonn.
1983
Defet-Preis des Deutschen Künstlerbundes.
seit 1986
Professur für Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

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Ort
Essen
Am Bögelsknappen 1, 45219 Essen-Kettwig
Künstler
Johannes Brus
Jahr
2004, aufgestellt 2012
Maße
ohne Angabe
Material
Betonguss
Objektart
Skulptur