Neigungen

Wie neun ineinandergeschobene und in den Boden versenkte Würfel wirken die „Neigungen“ von Oliver Kruse auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen jedoch zeigt sich, dass es sich um einzelne, auf dem Boden ruhende, durchaus komplexe geometrische Gebilde handelt. Erst die „Neigungen“ der einzelnen Formen machen sie interessant und eigenwillig. Oliver Kruse, dessen Werk eine enge Verbindung zum künstlerischen Schaffen auf der Museumsinsel Hombroich aufweist, ist wie schon sein Lehrer Erwin Heerich an der Schnittstelle zwischen Architektur und Skulptur interessiert. Kruses multidisziplinärer Ansatz, der auch digitale Techniken einbezieht, befasst sich mit Architektur, Geometrie und Raum. Er reagiert auf bestehende Orte und erforscht räumliche Bedingungen und ihre Wechselbeziehungen. Die digitale Rekonstruktion bestehender Formen ermöglicht es, diese auf ungeahnte Weise neu zusammenzusetzen, wodurch verwobene Geometrien entstehen, die einen Kosmos ineinander verschränkter Systeme schaffen.

Mehr dazu: www.oliverkruse.de


Oliver Kruse

1965
geboren in Nürnberg; lebt und arbeitet in Köln und Hombroich.
1986-1988
Tischlerlehre in Köln.
1988-1991
Kunststudium in Hombroich bei Erwin Heerich.
1991-1992
Diplom in Kunstgeschichte, Royal Society of Arts, London.
1992-1993
Master in Kunst/Skulptur, Chelsea College of Art, London.
1993-1994
Freischaffender Künstler in London.
seit 1994
Studio in der Raketenstation Hombroich.
seit 1996
Vorstandsmitglied in der Stiftung Insel Hombroich.
seit 2005
Professor in der Peter Behrens-Kunstschule, Düsseldorf.
seit 2009
Vorstandsmitglied Architecture Omi, New York.
seit 2013
Präsident der Insel Hombroich-Stiftung.
2015
Gastprofessor an der The Cooper Union, The Irwin S. Chanin School of Architecture, New York.
2016
Mitglied im Kunstbeirat Köln.

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Ort
Hamm
Marker Allee 76-78, 59063 Hamm, Hochschule Hamm Lippstadt.
Künstler
Oliver Kruse
Jahr
2014
Maße
100 × 605 × 620 cm
Material
Weißer Beton
Objektarten
Bodenskulptur, Skulptur