Observatorium Kloster Gravenhorst

Im Rahmen des Projektstipendiums KunstKommunikation 2007 im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst errichtete Andy Brauneis an der genau errichteten Mitte des Kloster-Innenhofes das „Observatorium“, das als begehbare Skulptur angelegt ist. Der sich nach oben verjüngende Turm aus versetzt miteinander verspannten Bauhölzern bildet ein vertikales Gegenstück zu dem horizontal ausgerichteten Klostergebäude. Seine Architektur bleibt durchlässig, die Zwischenräume zwischen den Balkenlagen ermöglichen den Blick nach außen, vor allem aber nach oben in den Himmel, der durch die quadratische Öffnung in seinen je nach Wetterlage wechselnden Stimmungen zu beobachten ist.
Das „Observatorium“ bildet so einen Ort der Sammlung und inneren Einkehr, womit es auf die historische Funktion des Klosters Bezug nimmt, das in seinem Ursprung als Raum gedacht war, an dem sich Wissenschaft, Forschung und Spiritualität verbinden sollten.

Literaturhinweis:
Katalog: Kunst und Leben – Partizipatorische Kunst zwischen Autonomie und Intervention | 5 Jahre Projektstipendium KunstKommunikation, Text: Gerd Andersen, Herausgeber: DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel, Redaktion: Dr. Christoph Schneider, Freiburg 2011.

Weitere Informationen: www.da-kunsthaus.de/brauneis.html


Andy Brauneis

1964
geboren in Augsburg; lebt und arbeitet in Augsburg.
 
Studium der Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart.
1999
Stipendium der Akademie Schloss Solitude.
2001–2002
Lehrbeauftragter der FH Augsburg.
2002
Kunstförderpreis der Stadt Augsburg.
2003
Seit 2003 Mitglied im Baukunstbeirat der Stadt Augsburg.
2005
Stipendiat der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi.
2006
Für die Installation einer „Kulturpalette“ im Rahmen der Bewerbung Augsburgs als Kulturhauptstadt Europas erhielt er den Augsburger Zukunftspreis in der Kategorie „Klimaschutz“.
2007
verwirklichte Andy Brauneis im Innenhof des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst im nordrhein-westfälischen Hörstel sein Projekt „Observatorium Kloster Gravenhorst“.
2008
Im Rahmen der StadtBauKultur NRW-Kampagne und des Wettbewerbs SEHEN LERNEN wurde die von Brauneis in Kooperation mit Nicolette Baumeister (Kommunikationsmodule) und Christian Schüller (Tragwerksplanung) entwickelte SEHSTATION in Münster eröffnet.

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Ort
Hörstel
Hörstel-Gravenhorst, Klosterstraße 10
Künstler
Andy Brauneis
Jahr
2007
Maße
10 x 3 x 3 Meter
Material
Konstruktionsvollholz 6/16 cm, 631 laufende Meter, verspannt mit M20- Gewindestangen
Kunst im öffentlichen Raum NRW