Ohne Titel

Streng geometrisch ist die Skulptur von Erwin Heerich vor dem Solinger Amtsgericht aufgebaut, wobei es dem Bildhauer in seiner Arbeit oft um die Entwicklung einer Form aus der anderen, die Beziehung der Einzelformen untereinander sowie um das Verhältnis des Einzelnen zum Ganzen ging. Die Skulptur besteht aus drei wesentlichen Elementen, einem flachen Zylinder, einem Keilstück und einer quadratischen Grundplatte.
Der Zylinder, das bestimmende Element, ist seinerseits aus mehreren Teilen sichtbar zusammengesetzt, wobei die Fugen sich auf die quadratische Pflasterung der Grundfläche beziehen, die so als Teil der Gesamtkomposition ausgewiesen wird.
Aus dem Zylinder ist ein Segment ausgeschnitten. In den Ausschnitt eingefügt liegt ein Keil, der nach außen bis auf die Höhe des Zylinders ansteigt. Es entsteht ein komplexes Wechselspiel der geometrischen Grundformen Quadrat, Kreis und Dreieck, die sich zu einer kompositorischen Einheit zusammenfügen.


Erwin Heerich

1922
geboren in Kassel; 2004 gestorben in Meerbusch.
1941–1944
Kriegsdienst.
1945
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Ewald Mataré.
1950
Meisterschüler von Ewald Mataré.
1961
Lehrtätigkeit am Seminar für werktätige Erziehung, Düsseldorf.
1969–1988
Professur an der Kunstakademie Düsseldorf
1974
Mitglied der Akademie der Künste Berlin
 
Das Wirken des Bildhauers Erwin Heerich ist eng mit dem Gesamtkunstwerk der Museumsinsel Hombroich verbunden, für die er seit 1980 Bauten und Kunstwerke schuf.

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Ort
Solingen
Solingen, Amtsgericht Solingen
Künstler
Erwin Heerich
Jahr
1994
Maße
90 x 360 x 404 cm
Material
Stein
Kunst im öffentlichen Raum NRW