Ohne Titel








Mit großem bürgerschaftlichen Engagement wurde nach dem 2. Weltkrieg der Neubau der Bonner Beethovenhalle an Stelle des zerstörten Vorgängerbaus vorangetrieben. Die neue Halle des Architekten Siegfried Wolske konnte 1959 eingeweiht werden und gilt seitdem als herausragendes Beispiel des „organischen Bauens“ der Nachkriegszeit. Der Architekt sah die Halle als Gesamtkunstwerk, zu dem nicht nur die Musik und Architektur, sondern auch die bildende Kunst ihren Beitrag leistete.
Anlässlich der Eröffnung wurde die Ausstellung „Berliner Künstler der Gegenwart“ gezeigt, an der auch Hans Uhlmann teilnahm. Seine abstrakte Skulptur nimmt seit 1959 wie auf einer Bühne ihren Platz auf der dem Rhein zugewandten Terrasse ein. Den an dieser Stelle vorherrschenden horizontalen und vertikalen architektonischen Linien stellt sie mit ihren Diagonalen eine explosive Dynamik entgegen.
Von einem dreieckigen Zentrum ausgehend streben metallene Elemente nach unten, wo sie der Skulptur zu einem kraftvollen Stand verhelfen. Schräg nach oben ausgerichtete Metallelemente lassen die Figur über sich hinausweisen, wo sie sich ausbreiten wie Flügel oder vielleicht auch wie ein kraftvoller Fanfarenstoß in der Musik.
Hans Uhlmann
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Bonn, Beethovenhalle, Wachsbleiche 1
