Progetto Pozzo di Münster Archiv

Aktualisierung 2022: Diese Skulptur ist an ihrem Standort nicht mehr vorhanden, weil sie im März 2022 gestohlen wurde.

Auf dem alten Hörster Friedhof, der heute ein Park ist, scheint ein abgebrochener Ast auf der gepflegten Rasenfläche liegen geblieben zu sein. Tatsächlich handelt es sich um den „Brunnen für Münster“ des italienischen Arte-Povera-Künstlers Giuseppe Penone. Aus dem Bronzeguss eines sieben Meter langen, durch einen Stein gestützten Astes ragt der Abguss der Hand des Künstlers heraus, wobei das Brunnenwasser aus dem Unterarm in ein kreisrundes, von Pflastersteinen eingefasstes Gitter strömt. Eine Pumpe führt das Wasser durch den Ast wieder zurück, so dass ein geschlossener Kreislauf entsteht.
Die Natur und ihre natürlichen Wachstums- und Verfallsprozesse sind ein zentrales Thema im Werk Giuseppe Penones. Bereits 1968 entstand eine Arbeit mit dem Titel „Der Baum wird weiterwachsen, außer an dieser Stelle“, für die er einen Bronzeabguss seiner Hand, die einen jungen Baum umgreift, an diesem Baum anbrachte und den Baum so dazu zwang, den Handabguss in sein Wachstum einzubeziehen.

Literaturhinweis:
Skulptur-Projekte 1987 in Münster, hg. von Klaus Bußmann und Kasper König, Köln 1987, S. 217–220.


Giuseppe Penone

1947
geboren in Garessio, Italien; lebt und arbeitet in Turin.
 
Studium an der Accademia Albertina di Belle Arti, Turin.
ab 1968
Ausstellungen.
1972
Teilnahme an der documenta 5.
1982
Teilnahme an der documenta 7.
1987
Teilnahme an der documenta 8.
1989
Verleihung des Turner Prize in London.
2012
Teilnahme an der documenta 13 in Kassel.
 
Giuseppe Penone gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Arte Povera. Seine Motive und Materialien entstammen zumeist der Natur.

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Ehemaliger Ort
Münster
Münster, im Park an der Karlstraße/Ecke Wemhoffstraße
Künstler
Giuseppe Penone
Jahr
1987
Maße
Länge 700 cm
Material
Bronze
Objektart
Brunnen
Kunst im öffentlichen Raum NRW