Raumplastik („Die Genesende“)

Norbert Kricke schuf zahlreiche Skulpturen für den öffentlichen Raum, deren Anliegen es immer war, einen Gegenpol zu der streng geometrisch strukturierten und funktionalistischen Architektur der Nachkriegsmoderne darzustellen. Auch in Engelskirchen wurde zeitgleich mit dem Neubau der Aggertal-Klinik durch den namhaften Architekten Harald Deilmann 1961 Krickes Skulptur im Eingangsbereich aufgestellt. Sie entstand nur kurz nach seinem bekanntesten Werk, der „Großen Mannesmann“ in Düsseldorf, und weist die vom Künstler entwickelte abstrakte Formensprache aus filigranen, linienhaften Metallstreben auf. Sieben Bündel dieser nach allen Seiten in den Raum ausgreifenden Linienbündel sind aufeinander gestaffelt und scheinen sich so in einer dynamisch aufstrebenden Bewegung zu befinden. Die Skulptur bringt so vor allem ein Gefühl der Freiheit zum Ausdruck, das sich auf den Betrachter übertragen soll.


Norbert Kricke

1922
geboren in Düsseldorf; 1984 gestorben in Düsseldorf.
bis 1946
Studium an der Akademie der Künste Berlin bei Richard Scheibe und Hans Uhlmann.
1947
Umzug nach Düsseldorf.
1959, 1964
Teilnahme an der documenta II und III in Kassel.
1964
Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.
1972–1981
Direktor der Kunstakademie Düsseldorf.
1971
Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg.

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Ort
Engelskirchen
Eingang der Aggertal-Klinik, Am Sondersiefen 18, 51766 Engelskirchen
Künstler
Norbert Kricke
Jahr
1961
Maße
Höhe 300 cm, Breite 150 cm, Tiefe 150 cm, Sockel 40x40 cm
Material
Edelstahlrohre
Objektart
Skulptur