Raumplastik („Die Genesende“)
Norbert Kricke schuf zahlreiche Skulpturen für den öffentlichen Raum, deren Anliegen es immer war, einen Gegenpol zu der streng geometrisch strukturierten und funktionalistischen Architektur der Nachkriegsmoderne darzustellen. Auch in Engelskirchen wurde zeitgleich mit dem Neubau der Aggertal-Klinik durch den namhaften Architekten Harald Deilmann 1961 Krickes Skulptur im Eingangsbereich aufgestellt. Sie entstand nur kurz nach seinem bekanntesten Werk, der „Großen Mannesmann“ in Düsseldorf, und weist die vom Künstler entwickelte abstrakte Formensprache aus filigranen, linienhaften Metallstreben auf. Sieben Bündel dieser nach allen Seiten in den Raum ausgreifenden Linienbündel sind aufeinander gestaffelt und scheinen sich so in einer dynamisch aufstrebenden Bewegung zu befinden. Die Skulptur bringt so vor allem ein Gefühl der Freiheit zum Ausdruck, das sich auf den Betrachter übertragen soll.
Norbert Kricke
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Eingang der Aggertal-Klinik, Am Sondersiefen 18, 51766 Engelskirchen


