Raumsäule
Erich Hauser, der weitgehend autodidaktisch gelernt hatte, stieg in den 1960er Jahren rasch zu einem der führenden Stahlbildhauer auf, der zahlreiche Werke im öffentlichen Raum realisierte. 1969 beauftragte ihn die Industrie- und Handelskammer mit einer Arbeit aus seiner Werkgruppe der „Raumsäulen“, die er in seinem Atelier mit zwei Gehilfen baute und in der Nähe der IHK aufstellen ließ. Die Skulptur besteht aus zwei sich ähnelnden Elementen, an den Enden geschlossenen Stahlröhren, die mehrfach abgeknickt aufeinander zu laufen, um sich dann aneinandergelehnt in die Höhe aufzurichten. Beide Stahlrohre erscheinen nicht als schwere Massen, sondern eher als eine das innenliegende Volumen umspannende Haut, was durch einen länglichen Schlitz in jedem der Rohre betont wird. Das raumgreifende Werk aus silbern glänzendem Stahl scheint den umgebenden und auch den inneliegenden Raum in alle Richtungen ausloten zu wollen. Die Graviation wird dennoch nicht negiert, erst in einem gemeinsamen Kraftakt beider Röhren scheint die Aufrichtung in die Senkrechte zu gelingen
Erich Hauser
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Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf (IHK), Ernst-Schneider-Platz 1 (nahe der Berliner Allee und Immermannstraße), 40212 Düsseldorf


