Skulpturen-Gruppe
1956 entschied sich die Bildhauerin Eva Niestrath-Berger gegen das figürliche Arbeiten und für die Abstraktion, in der sie anstrebte, die Grundsätze der Konkreten Malerei auf die Skulptur zu übertragen. Das Kunstwerk stellte für sie in erster Linie einen Körper im Raum da, der durch seine konstruktiven Bedingungen, seine Materialität und seinen Umraum definiert ist. Hier sind es sieben Steinblöcke aus Rotlava, die in annähernd gleicher Höhe nebeneinander auf einem Sockel stehen. Stufen, Rillen und rechteckige Höhlungen machen sie zu unterschiedlichen Individuen, wozu die gewachsene Patina auf dem rötlichen Stein noch beiträgt. Obwohl es sich um ein rein abstraktes Werk handelt, erhalten die Basaltblöcke in ihrer Reihung eine starke individuelle Präsenz, die sich auch in dem vom Volksmund geprägten Beinamen „die sieben Dezernenten“ spiegelt.
Eva Niestrath-Berger ist als Künstlerin für den öffentlichen Raum Hagens prägend gewesen. Sie schuf nicht nur mehr öffentlich zugänglichen Werke in dieser Stadt, als jeder andere Künstler, sondern neben Skulpturen, Reliefs und Brunnen auch angewandte Kunst, wie zum Beispiel von 1978 bis 1982 verschieden große Baumroste für die Elberfelder Straße und den Friedrich-Ebert-Platz. Die sieben Stelen im Dr. Ferdinand David-Park wurden 1964 als Kunst am Bau für das neue Rathaus geschaffen und 1965 im Innenhof aufgestellt. 1988 erhielten sie einen neuen Standort im Dr. Ferdinand David Park vor dem AllerWeltHaus.
Eva Niestrath-Berger
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Dr.-Ferdinand-David-Park, Rathausstraße, 58095 Hagen


