Sphärische Linien
Norbert Kricke führte die Linie als Gestaltungsmittel in die abstrakte Skulptur der Nachkriegszeit ein. Während in seinen sogenannten „Raumplastiken“ linienhafte Metalldrähte oder -röhren den Raum dynamisch durchfahren, wird hier durch die Betonwand der Autobahnbrücke eine Fläche vorgegeben, die von den Metallröhren reliefartig unterteilt wird: Die beiden sich kreuzenden, leicht geschwungenen Linien scheinen die an- und absteigende Landschaft, in der sie sich befinden, ebenso aufzunehmen, wie die durch ein fahrendes Auto beschriebene Kurvenform der Autobahn. Vermittelt wird mittels der ebenso reduzierten wie abstrakten Formensprache ein Eindruck von Freiheit und Dynamik.
Norbert Kricke
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Arnsberg, Autobahnbrücke


