Stein – Zeit – Mensch
Wie eine vorzeitliche Kultstätte erscheint das aus Baumstämmen und einem massiven Felsen bestehende Kunstwerk, als wäre es schon seit undenklichen Zeiten Teil der Landschaft gewesen. Das liegt nicht nur daran, dass ausschließlich Materialien aus der Natur zur Verwendung gekommen sind, sondern auch an dem Standort, den Nils-Udo ausdrücklich in sein Werk einbezogen wissen will: „Mein Kunstwerk besetzt die gesamte Breite der Waldfläche zwischen den beiden Wanderwegen sowie in der Länge eine Fläche von mindestens 200 Meter vor und 100 Meter hinter der jeweiligen Stammsäulenlinie“, so die Erläuterung des Künstlers.
Der gesamte Umraum erscheint auf das Kunstwerk bezogen. Tatsächlich musste der 150 Tonnen wiegende Felsen, den der Künstler im Raumländer Steinbruch entdeckte, mühevoll auf den Berg transportiert werden. Nun ruht er auf einem Fundament, umgeben von einer durch voluminöse Baumstämme gebildeten angedeuteten Tempelarchitektur aus Säulen und Architrav, wobei der Stein den Platz des Heiligtums einnehmen würde. Tatsächlich ist der Stein hier auch ein Sinnbild für die Dimensionen der Zeit und der Natur, zu denen der Wanderer sich angesichts des Werkes in Beziehung setzen kann.
Verweis: https://www.waldskulpturenweg.de/skulpturen/stein-zeit-mensch
Literatur: WaldSkulpturenWeg, hg. von der Arbeitsgemeinschaft WaldSkulpturenWeg, Texte von Uwe Rüth, Köln 2011.
Nils-Udo
← Zur Startseite
Bad Berleburg, WaldSkulpturenWeg


