Teil aus einem Ganzen Nr.94/4

Auf einer runden Stahl-Stele in einer Nische neben dem Turm der Martinikirche befindet sich eine Skulptur aus der Werkgruppe „Köpfe“ des Bildhauers Erwin Wortelkamp. In dieser Werkgruppe arbeitete der Künstler die Skulptur aus einem Baumstamm so heraus, dass sie sich ohne weitere Bearbeitung behaupten kann. Die „Köpfe“ sollen eine Beziehung zwischen der Architektur, bei der ein Schlussstein einem Kopf vergleichbar ist, und dem menschlichen Körper herstellen. Auch die einem menschlichen Körper entsprechende Höhe trägt zu dieser Analogie bei. Die Skulptur wurde in Bronze gegossen, nachdem sie aus dem Baumstamm herausgearbeitet worden war, was der Künstler mit einem Geburtsprozess verglich. Die Struktur des Holzes bleibt auch im Bronzeguss erkennbar und wird durch die schwarze Patina verstärkt. Nach der Ausstellung „Zwischendrin“ konnte die Skulptur mit Unterstützung der Kunststiftung NRW angekauft werden.


Erwin Wortelkamp

1938
Geboren in Hamm/Sieg; lebt in Hasselbach/Westerwald und in Acquaviva Picena/Italien
1960–1965
Studium an der Kunstakademie München.
1965–1973
Kunsterzieher in Frankenthal.
1973
Assistent an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.
1975
Umzug in den Westerwald.
1982–1983
Gastprofessor an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
1986
Beginn der Anlage „Im Tal“, einer Skulpturenlandschaft mit Werken von ca. 40 Künstlern.
1988
Im italienischen Acquaviva Picena (Provinz Ascoli Piceno) errichtet der Künstler seinen zweiten Wohnsitz.
1995–1996
Gastprofessor an der Universität Witten/Herdecke.

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Ort
Radevormwald
Uelfestr. 13, 42477 Radevormwald
Künstler
Erwin Wortelkamp
Jahr
2003
Maße
Höhe 150 cm, Umfang: 105 cm, Bronze: ca. 60 x 75 cm
Material
Bronze auf Sockel
Kunst im öffentlichen Raum NRW