Torbogen

Der Name des Künstlers Erwin Heerich ist eng verbunden mit der ganz in der Nähe von Grevenbroich befindlichen Museumsinsel Hombroich, für die er zahlreiche Bauten entworfen hat. Diese können als architektonische Skulpturen angesehen werden.
Auch die in Grevenbroich stehende Skulptur greift ein architektonisches Motiv auf, denn sie stellt eine rechteckige Türöffnung innerhalb eines rundbogigen Portals dar. Diese Ausgangssituation wurde vom Künstler so weit auf ihre geometrische Grundlage reduziert, dass sie in dieser Skulptur als rein abstrakte, zeitlose Form bestehen kann.
Herausgehoben über alle architektonischen Stilrichtungen führt sie so ein zeitloses Dasein, in den historischen Kontext eingebunden lediglich durch ihren markanten Standort, der Altes und Neues verbindet: Sie steht an der stark befahrenen Bundesstraße 59 direkt gegenüber dem ältesten erhaltenen Teil der Grevenbroicher Stadtbefestigung, dem Bernardusturm und dem Wilhelmitenkloster.


Erwin Heerich

1922
geboren in Kassel; 2004 gestorben in Meerbusch.
1941–1944
Kriegsdienst.
1945
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Ewald Mataré.
1950
Meisterschüler von Ewald Mataré.
1961
Lehrtätigkeit am Seminar für werktätige Erziehung, Düsseldorf.
1969–1988
Professur an der Kunstakademie Düsseldorf
1974
Mitglied der Akademie der Künste Berlin
 
Das Wirken des Bildhauers Erwin Heerich ist eng mit dem Gesamtkunstwerk der Museumsinsel Hombroich verbunden, für die er seit 1980 Bauten und Kunstwerke schuf.

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Ort
Grevenbroich
Grevenbroich, Kreuzung Ostwall/Parkstraße (Stadtmitte)
Künstler
Erwin Heerich
Jahr
1993
Maße
360 cm
Material
Basalt
#nrwskulptur