Two Spheres

„Nichts darstellen. Nichts abbilden. Nur den Kräften folgen, die das Innere mit dem Äußeren verbinden.“ Dieses Ziel verfolgte der Künstler Ingo Ronkholz in seiner Kunst, wobei sich im Laufe seines Schaffens der Schwerpunkt von der Zeichnung zur Skulptur verlagerte. Stets in klassischen Techniken arbeitend, ging es ihm nicht um die Abbildung, sondern um eine abstrakte skulpturale Setzung, die sich selbst und ihren Umraum definiert. Dies zeigen auch die beiden durchbrochenen Eisenkugeln, die in Abstimmung mit dem Künstler eine Neuaufstellung erfahren haben. Sie befanden sich im Innenhof des von Scheiblerschen Hauses, bevor sie auf dem neugestalteten Areal vor der Musikschule aufgestellt wurden. Nun liegen die beiden aufeinander bezogenen, jeweils 600 bis 800 Kilo schweren Kugeln auf einem gemauerten, mit Holz abgedeckten Plateau wie auf der Andeutung eines Sockels. Die Aussparungen in den massigen Kugeln verleihen ihnen eine scheinbare Leichtigkeit, als würden sie lediglich aus gewickelten Eisenbändern bestehen. Gleichzeitig tragen die so möglich gewordenen  Ein- und Durchblicke zu der vom Künstler postulierten Verbindung der inneren mit der äußeren Form und dem Außenraum bei.

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Ingo Ronkholz

1953
geboren in Krefeld; 2018 gestorben.
1970-1974
Werkkunstschule Krefeld.
1974-1978
Kunstakademie Düsseldorf.
1978-1980
Lehrauftrag für Zeichnen an der Universität Köln.
1989
Grafikpreis des Landtags NRW Düsseldorf.
1990
Stipendium der Stiftung Skulpturenpark am Seestern Düsseldorf.
1992
Rheinischer Kulturpreis, Förderpreis der Sparkassen-Stiftung Düsseldorf.
2001
Gründungsmitglied des ICPL (International Commitee fort he Preservation of Lascaux, Oakland USA).

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Ort
Iserlohn
Am Tyrol / Gartenstraße (vor der Musikschule), 58636 Iserlohn
Künstler
Ingo Ronkholz
Jahr
ca. 2000
Maße
Je 103 cm Durchmesser
Material
Eisenguss
Objektart
Skulptur