vis-à-vis

Die Arbeit „vis-à-vis“ hat Heide Weidele im Rahmen des vom Kultursekretariat NRW Gütersloh initiierten Kunstprojekt „Blickwechsel“ realisiert. Aufgabe war es, durch kleine Eingriffe im öffentlichen Raum den Blick auf eine scheinbar vertraute Umgebung zu verändern.
Weidele rückt eine unscheinbare Hauswand gegenüber der Stiftsruine in den Blickpunkt. Selbst die meisten Lippstädter dürften nicht mehr wissen, dass es sich um die Westwand der ehemaligen Synagoge handelt, die in der Pogromnacht des 9. Novembers 1938 niedergebrannt wurde.
Die Künstlerin hat die Mauer großflächig mit weißer Farbe bestrichen. Das eigentliche Bild entsteht durch die Aussparungen, die die Form einer Menora (siebenarmiger Leuchter) und einer Mandelblüte haben. Weideles Arbeit erinnert daran, dass diese eher trostlose Stelle einst ein festlicher, spiritueller Ort war.
Text von WA.de, 17.9.2010


Heide Weidele

1944
geboren; lebt seit 1971 in Frankfurt am Main.
1961–1974
Buchhändlerin.
1974–1981
Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main.
1979–1982
Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule – Frankfurt am Main.
seit 1989
verschiedene Lehraufträge.
1995–1996
Gastprofessur Johannes Gutenberg-Universität, Mainz.

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Ort
Lippstadt
Lippstadt, Stiftsstraße 8
Künstler
Heide Weidele
Jahr
2010
Maße
Bildfläche: H: ca. 500 x 320 cm; beide Zeichen: H: 450 x B 300 cm
Material
Weiße Außenwandfarbe auf altem Putz
Objektart
Wandgestaltungen
#nrwskulptur