Wasserkinetische Plastik

Ohne Sockel, den kreisrunden Aufstellungsort lediglich durch eine konzentrische Pflasterung gekennzeichnet, war der Edelstahl-Brunnen des Bildhauers Wolfgang Göddertz, der zeitweise selbst Anwohner des Ebertplatzes war, auch als Ort des erfrischenden Spiels in den dichten, bei Lichteinfall in Spektralfarben gebrochenen Wasserschleiern gedacht.
Die Mitte der kreisrunden Plastik steigt ein Bündel von 16 Röhren senkrecht nach oben auf. Acht der Stäbe tragen an ihrem oberen Ende nach außen abgewinkelt konvex gebogene Rundschilde, während die anderen acht Röhren einen kräftigen Wasserstrahl gegen diese Schilde sprühen. Im unteren Bereich sind alle 16 Röhren rechtwinklig nach außen abgeknickt und tragen jeweils ein großes rundes Schild, gegen das das hier austretende Wasser so gepresst wird, dass es eine gewölbte Wasserblase bildet.
Das Wasser ist wichtiger Bestandteil dieser und anderer wasserkinetischer Plastiken des Bildhauers. Es bestimmt nicht nur die Form der Skulptur wesentlich mit, sondern auch ihre Funktion und Nutzung durch die Anwohner und Besucher des Platzes.


Wolfgang Göddertz

1944
geboren in Gutsdorf; 2016 gestorben in Sinnersdorf bei Köln.
1963–66
Studium an den Kunsthochschulen Köln und Düsseldorf.
1964
Stipendium der Stiftung für Begabtenförderung.
1968
Förderpreis der Stadt Köln.
1969
Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.
1970
Rhein-Tiber-Preis / Rom.
1979
Lehrauftrag in Alexandria und Kairo.
1980
Gast-Dozent an der Kunstakademie Kairo.
1985
Gast-Dozent Kunstakademie Medellin / Kolumbien.
1990
Kunstpreis des Erftkreises.

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Ort
Köln
Köln, Ebertplatz
Künstler
Wolfgang Göddertz
Jahr
1970
Maße
Höhe 700 cm, Durchmesser 1800 cm
Material
Edelstahl
Objektart
Brunnen
#nrwskulptur