Wasserstele

Die freistehende Säule besteht aus 12 Ebenen übereinander gestapelter, geöffeter und geschlossener Rohrmodule. Vom oberen Ende der Säule fließt Wasser durch die Rohrsegmente hindurch bis zur Basis der Säule, die als gepflasterte Aufwölbung ausgebildet ist.
Das Objekt ist als vertikaler Kontrapunkt zum horizontal gegliederten Baukörper der Stadtsparkasse konzipiert. Dabei sind die horizontalen Bänder der Fassade aufgenommen und die konvexen und konkaven Bänder der Skulptur zu einer vertikalen Säule gestapelt. Das in den nach innen gewölbten Teilen fließende Wasser bewirkt eine Sinnestäuschung – es scheint, als würden die nach außen gewölbten, trockenen Teile sich langsam aufwärts bewegen.
Das verdunstende Wasser trägt zur Feuchtigkeitsanreicherung der Luft und damit zu einem angenehmeren Klima bei. Es gehört in eine Reihe von „Klimastelen“, mit denen die Planungsgemeinschaft für neue Formen der Umwelt seit Mitte der 60er Jahre auf die zunehmende Versiegelung der Stadtplätze reagierte.

Weitere Informationen: www.publicartwiki.org


Hermann Göpfert

1926
geboren in Bad Nauheim; 1982 gestorben in Antwerpen.
1964
Teilnahme an der documenta III
ab 1965
Zusammenarbeitet mit dem Bad Nauheimer Architekten Johannes Peter Hölzinger in der „Planungsgemeinschaft für neue Formen der Umwelt“.
 
Als Maler und Objektkünstler gehörte Hermann Goepfert der Künstlergruppe ZERO an. Charakteristisch für sein Werk ist die Auseinandersetzung mit Raum, Bewegung und Licht sowie die Einbeziehung technischer Elemente.

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Ort
Viersen
Viersen, Hauptstraße 91 (Sparkassenvorplatz)
Künstler
Hermann Göpfert
Jahr
1970
Maße
Höhe 9,80 m, Durchmesser 1,45 m
Material
Polierter Edelstahl, Wassertechnik, Kleinpflaster
Objektart
Brunnen
Kunst im öffentlichen Raum NRW