Wissenschaftspark
Auf dem Gelände des ehemaligen Thyssen-Gussstahlwerks und der stillgelegten Zeche Rheinelbe entstand in den 1990er-Jahren der Wissenschaftspark mit seiner markanten Glasfassade zum Park hin. Die 300 Meter lange Arkade erschließt im Inneren mit einer öffentlichen Wandelhalle den gesamten Baukomplex. Ihre transparente Hülle wird nach Einbruch der Dunkelheit vollständig in blaues, grünes und gelbes Licht getaucht. Die Installation des US-amerikanischen Künstlers Dan Flavin erzeugt dieses innen und außen wahrnehmbare Lichterlebnis. Im Inneren des Gebäudes wurden dazu drei »Bäume« aus handelsüblichen Neonröhren mit jeweils vertikalem blauen Stamm und dazu rechtwinklig angeordneten gelben Zweigen an den Aufzugschächten angebracht. Das Licht flutet durch den Innenraum und setzt sich durch die gläserne Front nach draußen fort, wo es sich auf der angrenzenden glatten Wasserfläche spiegelt.
Seit den frühen 1960er Jahren arbeitete Flavin mit handelsüblichen Leuchtstoffröhren, die er in so genannten ‘Situationen’ anordnete, anschließend zu Serien und dann zu raumbezogenen Lichtinstallationen weiterentwickelte. Die Farben und Dimensionen der verwendeten Materialien waren durch deren industrielle Produktion vorgegeben. Das Publikum wird durch die Lichtflutung selbst zum Teil der Werke: Der Raum und die sich darin befindlichen Objekte werden in Beziehung zueinander gesetzt und schließlich zu einem immersiven Kunsterlebnis, das ein intensives, fast schon spirituelles Erlebnis erzeugt, was der Künstler nicht beabsichtigte, aber im Nachhinein akzeptierte. Flavin zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art und war einer der ersten Lichtkünstler.
Dan Flavin
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Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Fassade zur Parkseite, Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen


