Wissenschaftspark

Auf dem Gelände des ehemaligen Thyssen-Gussstahlwerks und der stillgelegten Zeche Rheinelbe entstand in den 1990er-Jahren der Wissenschaftspark mit seiner markanten Glasfassade zum Park hin. Die 300 Meter lange Arkade erschließt im Inneren mit einer öffentlichen Wandelhalle den gesamten Baukomplex. Ihre transparente Hülle wird nach Einbruch der Dunkelheit vollständig in blaues, grünes und gelbes Licht getaucht. Die Installation des US-amerikanischen Künstlers Dan Flavin erzeugt dieses innen und außen wahrnehmbare Lichterlebnis. Im Inneren des Gebäudes wurden dazu drei »Bäume« aus handelsüblichen Neonröhren mit jeweils vertikalem blauen Stamm und dazu rechtwinklig angeordneten gelben Zweigen an den Aufzugschächten angebracht. Das Licht flutet durch den Innenraum und setzt sich durch die gläserne Front nach draußen fort, wo es sich auf der angrenzenden glatten Wasserfläche spiegelt.

Seit den frühen 1960er Jahren arbeitete Flavin mit handelsüblichen Leuchtstoffröhren, die er in so genannten ‘Situationen’ anordnete, anschließend zu Serien und dann zu raumbezogenen Lichtinstallationen weiterentwickelte. Die Farben und Dimensionen der verwendeten Materialien waren durch deren industrielle Produktion vorgegeben. Das Publikum wird durch die Lichtflutung selbst zum Teil der Werke: Der Raum und die sich darin befindlichen Objekte werden in Beziehung zueinander gesetzt und schließlich zu einem immersiven Kunsterlebnis, das ein intensives, fast schon spirituelles Erlebnis erzeugt, was der Künstler nicht beabsichtigte, aber im Nachhinein akzeptierte. Flavin zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art und war einer der ersten Lichtkünstler.

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Dan Flavin

1933
geboren in Jamaica, Queens, New York/USA; 1996 gestorben in Riverhead, New York, USA.
1947-1952
Besuch des „Cathedral College of the Immaculate Conception“ und das „Priesterseminar“ in Brooklyn, New York.
1953
Beginn einer Ausbildung zum Flugwetter-Meteorologen; in diesem Bereich arbeitete er für die US Air Force im Hauptquartier der Fifth Force in Osan-Ni, Korea.
1954-1955
Teilnahme am „University of Maryland Adult Extension Program“ in Korea.
1956
Studium der Kunst und Kunstgeschichte an der New School for Social Research, New York.
1957-1959
Studium an der Columbia University in New York.
1961
Erste Installationen, die das elektrische Licht einbezogen.
Seit 1963
arbeitet Flavin ausschließlich mit Licht.
1969 und 1977
Teilnahme an der Documenta in Kassel.
1976
Skowhegan Medaille für Skulptur von der Skowhegan School of Painting and Sculpture in Maine/USA.
Dan Flavin gilt als Pionier der Minimal Art und als Mitbegründer der Lichtkunst.

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Ort
Gelsenkirchen
Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Fassade zur Parkseite, Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen
Künstler
Dan Flavin
Jahr
1996
Maße
ohne Angabe
Material
Leuchtstoffröhren
Objektart
Lichtinstallationen