Zwischen Zwei Welten I
Auf der Terrasse des Lembruck-Museums, die eine Verbindung vom Innenraum zum umgebenden Kant-Park schafft, steht neben anderen Werken die Skulptur „Zwischen zwei Welten I“ von Berto Lardera. Die zwei Welten, zwischen denen die Skulptur steht, wären hier also ganz direkt die der Kunst und die der Natur.
Sie könnte aber ebenso gut auch zwischen Volumen und Fläche, zwischen geometrischer und organischer Form oder zwischen Berechnung und Intuition verortet werden. Der italienische Künstler, der seit 1947 in Paris lebte und arbeitete, gestaltete seine Skulpturen aus flachen Eisenblechen, die ausgeschnitten, geformt und ineinandergeschachtelt ein Volumen umschreiben und eine komplexe Form ergeben. Hier ist es eine abgerundete Form aus mehreren Blechen mit zahlreichen Aussparungen und Durchblicken, die annähernd eine unregelmäßige Kugel umschreibt. An der Straßenseite des Museums befindet sich ein weiteres Werk des Künstlers mit dem Titel „Dramatische Gelegenheit VIII“, das zwanzig Jahre später entstanden ist und im Vergleich sowohl die Weiterentwicklung als auch die Kontinuität in Larderas Arbeit veranschaulicht.
Berto Lardera
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Skulpturenhof Lehmbruck-Museum, Immanuel-Kant-Park, 47051 Duisburg


