Zwischen Zwei Welten I

Auf der Terrasse des Lembruck-Museums, die eine Verbindung vom Innenraum zum umgebenden Kant-Park schafft, steht neben anderen Werken die Skulptur „Zwischen zwei Welten I“ von Berto Lardera. Die zwei Welten, zwischen denen die Skulptur steht, wären hier also ganz direkt die der Kunst und die der Natur.
Sie könnte aber ebenso gut auch zwischen Volumen und Fläche, zwischen geometrischer und organischer Form oder zwischen Berechnung und Intuition verortet werden. Der italienische Künstler, der seit 1947 in Paris lebte und arbeitete, gestaltete seine Skulpturen aus flachen Eisenblechen, die ausgeschnitten, geformt und ineinandergeschachtelt ein Volumen umschreiben und eine komplexe Form ergeben. Hier ist es eine abgerundete Form aus mehreren Blechen mit zahlreichen Aussparungen und Durchblicken, die annähernd eine unregelmäßige Kugel umschreibt. An der Straßenseite des Museums befindet sich ein weiteres Werk des Künstlers mit dem Titel „Dramatische Gelegenheit VIII“, das zwanzig Jahre später entstanden ist und im Vergleich sowohl die Weiterentwicklung als auch die Kontinuität in Larderas Arbeit veranschaulicht.


Berto Lardera

1911
Geboren in La Spezia, Italien; 1989 gestorben in Paris. Studium an der Universität von Florenz. Als Künstler Autodidakt.
1942
Erste Einzelausstellung in Mailand.
1947
Umzug nach Paris.
1948, 1950 und 1952
Lardera war Teilnehmer der Biennale von Venedig und vertrat dort Italien.
1955, 1959 und 1964
Teilnehmer der Documenta in Kassel.
1958-1961
Gastprofessor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

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Ort
Duisburg
Skulpturenhof Lehmbruck-Museum, Immanuel-Kant-Park, 47051 Duisburg
Künstler
Berto Lardera
Jahr
1952
Maße
180 x 203 x 220 cm
Material
Eisenblech
Objektart
Skulptur