Cross Section of a Toothbrush with Paste in a Cup on a Sink: Portrait of Coosje’s Thinking

"Ausschnitt einer Zahnbürste mit Paste im Becher auf einem Waschtisch: Abbild von Coosjes Denken" lautet der vollständige Titel der Skulptur vor Haus Esters in deutscher Übersetzung. Hiermit stellte der Künstler dem Betrachter nicht nur die Denkaufgabe, welche zweite Bedeutungsebene die Skulptur beinhalten könnte, sondern er schuf gleichzeitig eine Hommage an seine langjährige Mitarbeiterin und Ehefrau Coosje van Bruggen mit der gemeinsam er seit Mitte der 70er Jahre monumentalisierte und entkontextualisierte Alltagsobjekte als Skulpturen schuf. Ursprünglich für einen Aufstellungsort in Hartford, Connecticut, geplant, erhält die Zahnbürste vor dem Haus Esters einen neuen Kontext: Vor dem Museumsbau, der früher eine Fabrikantenvilla war, erinnert sie als Alltagsgegenstand an das tägliche Leben, das sich früher dort abspielte, und als Skulptur an die heutige Nutzung zu Ausstellungszwecken. Dem Krefelder Kunstmuseum wurde die Skulptur 1983 anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Krefelder Kunstvereins von den Mitgliedern und der Siempelkamp Gießerei gestiftet.
Literaturhinweis:
Oldenburg, Claes: Ausschnitt von einer Zahnbürste mit Paste in einem Becher auf einem Waschtisch: Abbild von Coosje’s Denken. Krefeld: Krefelder Kunstmuseen 1983.


Claes Oldenburg

1929
geboren in Stockholm/Schweden; lebt in New York.
1930–1933
wuchs er in New York und in Rye, New York, und seit 1936 in Oslo auf.
1936–1946
lebte er in Chicago, wo er seinen Abschluss an der Latin School of Chicago machte.
1946–1950
Studium an der Yale Universität (Kunst und englische Literatur).
Bis 1954
Kurs am Art Institute in Chicago. Während seiner Studienzeit arbeitete er als Journalist und Grafiker.
1953
erste Ausstellung mit Satirischen Zeichnungen.
1956
Umzug nach New York City, dort Bekanntschaft mit Happening-Künstlern wie Allan Kaprow, Jim Dine, Red Grooms, Lucas Samaras und George Segal, die seine Begeisterung für Collagen und Objekte beeinflussten.
Ab 1958
fertigte Oldenburg Assemblagen aus Pappmaché und diversen Abfallprodukten an.
1958–1959
entstanden Zeichnungen und die ersten Plastiken.
1963
entstanden die ersten Soft-Sculptures und Vinly-Plastiken.
1964
Teilnahme an der 32. Biennale in Venedig.
Ab 1965
konzentrierte sich Claes Oldenburg darauf, Alltagsgegenstände durch monumentale Vergrößerung zu verfremden.
1968
Teilnahme an der documenta 4 in Kassel.
1969
Große Retrospektive im Museum of Modern Art, New York.
1970
Retrospektiven in Amsterdam, Düsseldorf und London.
1972
Teilnahme an der documenta 5 in Kassel.
1977
Teilnahme an der documenta 6 in Kassel.
1982
Teilnahme an der documenta 7 in Kassel.
Quellen:

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Ort
Krefeld
Vor dem Museum Haus Esters, Wilhelmshofallee 91, 47800 Krefeld
Künstler
Claes Oldenburg
Jahr
1981
Maße
600 x 280 x 17 cm
Material
Stahl, farbig gefasst
Kunst im öffentlichen Raum NRW