Egypt
Eduardo Paolozzi gilt als Mitbegründer der britischen Pop-Art. Später schuf er komplexe mechanistische Fantasieszenarien, in denen er zumeist die wissenschaftlichen Entwicklungen und industriellen Technologien der Nachkriegszeit darstellt.
Die Bronze „Egypt“ besteht aus einer überdimensionalen geöffneten Hand, auf deren abgestuftem Handteller sich architektonische Modelle und eine Darstellung sich paarender Heuschrecken befinden. Darüber hinaus hält die Hand eine Kugel zwischen den Fingern, als würde sie mit einer Murmel spielen.
Dieser Kugel sind technoide Elemente eingeprägt; es könnte sich ebenso um eine Bombe wie um eine Weltkugel handeln. Mit „Egypt“ huldigt Paolozzi nicht nur der ägyptischen Kunst als einer seiner Inspirationsquellen, sondern verwendet die ägyptische Kultur auch als Beispiel für eine technisch hoch entwickelte Zivilisation.
Eduardo Paolozzi
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Duisburg, Lehmbruck Museum/Kant-Park


