Jüdischer Gedenkstein
Der Monolith von Ulrich Rückriem verbindet in sinnstiftender Weise Mahnmal und Kunstwerk. Das graubraune Gehäuse, das die Schrifttafeln umschließt, ist unbearbeitet und zeigt die natürliche Materialität des Steines. Die Bohrlöcher und Sägenarben über den Tafeln markieren das Dach des Gehäuses und verdeutlichen den Herstellungsprozess der Skulptur. Dieser überformt den Stein jedoch nicht, sondern legt die Kraft der Masse frei. Das Werk gewinnt dadurch eine sinnliche Gegenwart, die einem Mahnmal für das Leid der Neusser Juden angemessen ist.
Quelle: „Skulpturen in Neuss“- Autor: Dr. Christian Frommert
Ulrich Rückriem
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Neuss, Grünanlage in der Promenade, Bushaltestelle Zolltor


