Licht unter der Brücke
Die zahlreichen Installationen im öffentlichen Raum des Ruhrgebietes von Günter Dohr werden erst bei Dunkelheit sichtbar: Zuvor düstere und unwirtliche Orte wählte er häufig für seine Werke, bei denen das Licht stets die Hauptrolle übernahm. In Herne gibt es sogar zwei seiner Arbeiten an der Bahnhofsstraße: Während das Licht-Tor die Einkaufsstraße markiert, beleuchtet eine weitere Installation die Eisenbahnunterführung am Bahnhof. Hier verströmt eine doppelte Lichtleiste gleichmäßiges Licht, während rechteckige, einzeln oder in Zweiergruppen angeordnete Lichtkästen farbig hinterleuchtet in eine aus poliertem Granit errichtete Vorsatzwand integriert sind. Der lange und gleichförmige Durchgang erhält hierdurch Struktur und Rhythmus. Während die Granitwand durch senkrechte Elemente in Felder unterteilt ist, erscheinen die Lichtflächen wie Noten einer imaginären Partitur.
Günter Dohr
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Eisenbahnunterführung Bahnhofstr. , 44623 Herne


