O.T.

Als „Bodenstücke“ oder „Raumschneisen“ bezeichnet Wilfried Hagebölling eine Werkgruppe seiner Skulpturen, in denen es vor allem um die Strukturierung der Umgebung geht. Diese Skulpturen liegen ohne Sockel direkt am Boden auf und durchschneiden den Raum. Hier handelt es sich um ein „Kunst am Bau“ Projekt für das neu errichtete Kreishaus. Es besteht aus drei gleichen T-förmigen Elementen. Jedes dieser Elemente wurde wiederum aus drei Stahlplatten zusammengefügt, indem ein langes Stahlblech mit zwei halb so langen am Kopfende im 90 Grad-Winkel verbunden wurde. Diese Elemente strukturieren nun die Rasenfläche hinter dem Kreishaus. Zwei der T-Formen schließen mit ihrer Kopfseite an der Ostfassade des Kreishauses an, wobei ein Element teilweise in das Erdreich übergeht. Das dritte Element ist mit der Kopfseite in Richtung des Straßenverlaufs ausgerichtet. Wilfried Hagebölling beschäftigt sich hier mit dem rechten Winkel im Kontext mit Architektur und natürlicher Umgebung.
Verweis:
Broschüre Skulpturenführer: Moderne Soester Skulpturen. 39 Kunstwerke in zwei Altstadtrundgängen, Nr. 21.


Wilfried Hagebölling

1941
geboren in Berlin; lebt in Paderborn.
1963–1967
Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Robert Jacobsen
1977–1986
Lehrauftrag an der Universität Paderborn, Fachbereich Architektur/Landespflege.
2002
Eröffnung eines Skulpturengartens am Rande der Senne.

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Ort
Soest
Kreishaus, Grünanlage zur Wallseite, Osthofen-Thomä-Wallstraße, 59494 Soest
Künstler
Wilfried Hagebölling
Jahr
1991
Maße
jeweils 62,5 x 125 x 3cm und 62,5 x 250 x 3cm
Material
Corten-Stahl
Kunst im öffentlichen Raum NRW