Porscheplatz

Der Bildhauer Meuser wählte seinen Spitznamen aus Kindertagen zum Künstlernamen und wurde unter diesem bekannt. Auch die Skulptur „Porscheplatz“ enthält seinen Angaben entsprechend eine Reminiszenz an seine Kindheit, als es auf dem damaligen Essener Porscheplatz noch eine Kirmes gab: Sie erinnert an eine Wippe oder Schiffsschaukel, wie er sie damals dort sah. Heute steht die Skulptur im Glückauf-Park zwischen Rüttenscheider Straße und Bismarckstraße, schräg gegenüber dem Folkwang Museum. In leuchtendem Orange gestrichen sind zwei gleichartige trapezförmige Stahlplatten auf einem leicht gebogenen Stahlsegment wie auf einer Wippe im Gleichgewicht angeordnet. Tatsächlich steht die ebenso monumental wie fragil wirkende Konstruktion jedoch fest im Boden verankert. Meuser verarbeitet häufig vorgefundene Objekte, oft Eisen- und Stahlelemente, zu Skulpturen und Materialassemblagen. Objekte, die er hauptsächlich auf dem Schrottplatz findet, werden weiter verformt, zusammengeschweißt, manchmal übermalt und zu abstrakten Einheiten kombiniert. „Durch ihre humorvollen und gleichzeitig pointierten Titel erhalten Meusers Werke auch narrative und gegenständliche Zuschreibungen. Ähnlich wie die gefundenen und zusammengesetzten Fetzen sind auch die Titel der Arbeiten Fundstücke – Wortfetzen und Satzteile, die aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen und recycelt werden. In Verbindung mit den jeweiligen Werken eröffnen sich so neue Assoziationsfelder und Bedeutungszusammenhänge, die Meusers Arbeiten in ein Spannungsfeld zwischen Banalität und Poesie verorten.“ (Galerie Grässlin)


Meuser

1947
geboren in Essen; lebt und arbeitet in Düsseldorf und Karlsruhe.
1968-1976
Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys und Erwin Heerich. Zusätzlich Studiengänge Philosophie und Kunstgeschichte.
1978
Erste Einzelausstellung in Düsseldorf.
1985
Bremer Kunstpreis.
1991
Ausstellung in der Kunsthalle Zürich.
1991/92
Der Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft zeichnete seine Arbeiten mit ihrem Förderpreis ars viva aus.
1992-2015
Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
1992
Teilnahme an der documenta IX in Kassel.

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Ort
Essen
Glückauf-Park, zwischen Rüttenscheider Str und Alfredstr., Nähe Museum Folkwang, 45128 Essen
Künstler
Meuser
Jahr
1999/2018
Maße
430 × 800 × 250 cm
Material
Stahl, lackiert
Objektart
Skulptur