Raum-Zeit-Plastik

Als einer der ersten Theaterneubauten nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1953–1955 das Stadttheater in Münster errichtet. An seiner Fassade befindet sich die für den Neubau geschaffene Skulptur Norbert Krickes, die eine seiner frühesten Raum-Zeit-Plastiken ist.
In den durch die Bauteile gebildeten stumpfen Winkel fügte er zwei dünne Metallrohre ein, die wie eine locker zusammengefasste Schlaufe von der Wand in den Raum ausgreifen, den Zwischenraum überbrücken und eine Verbindung herstellen. Norbert Kricke beabsichtigte in seinem Werk, die Begriffe Raum – vermittelt durch die Einbeziehung des Um- und Zwischenraumes – und Zeit – dargestellt in Form einer scheinbaren Bewegung – in die Skulptur einzuführen.

Weitere Informationen:
http://wiki.muenster.org/index.php/Norbert_Kricke
www.publicartwiki.org/wiki/Raum-Zeit-Plastik;_Norbert_Kricke


Norbert Kricke

1922
geboren in Düsseldorf; 1984 gestorben in Düsseldorf.
bis 1946
Studium an der Akademie der Künste Berlin bei Richard Scheibe und Hans Uhlmann.
1947
Umzug nach Düsseldorf.
1959, 1964
Teilnahme an der documenta II und III in Kassel.
1964
Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.
1972–1981
Direktor der Kunstakademie Düsseldorf.
1971
Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg.

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Ort
Münster
Münster, Fassade des Stadttheaters (Voßgasse)
Künstler
Norbert Kricke
Jahr
1955
Maße
ca. 3 x 10 Meter, Durchmesser der Rohre ca. 30 cm, an der Fassade angebracht ca. 4 Meter über Straßenniveau
Material
gebogenes Eisenrohr, lackiert
Kunst im öffentlichen Raum NRW