Raumplastik
Die Skulptur erinnert in ihrer Aufstellung auf einem Steinsockel an traditionelle Standbilder, bedient sich aber abstrakter Ausdrucksmittel, wie sie die informelle Kunst seit den 1950er Jahren bevorzugte. Bei Norbert Kricke sind es gestische Linien, die sich bündeln und in verschiedene Richtungen im Raum vorstoßen.
In diesem Werk sind es relativ kurze, gerade Stahlstäbe, die wie eine in die dritte Dimension erweiterte skizzenhafte Strichzeichnung wirken und Assoziationen an fliegende Vögel oder eine in Bewegung befindliche Figur erlauben. Die Komposition erzeugt eine große, aufwärts strebende Dynamik, die sich gedanklich in den Raum hinein fortsetzen lässt.
„Raumplastiken“ nennt Norbert Kricke folgerichtig seine durch die Linie definierten Werke, die das Verhältnis von Raum, definiert durch gedanklich fortsetzbare Linien, und Zeit, dargestellt durch die scheinbare Bewegung, skulptural erkunden.
Norbert Kricke
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Leverkusen-Wiesdorf, Park Doktorsburg, Rathenaustraße 63


