Slinky Springs to Fame
„Slinky“, Inspirationsquelle der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal, ist ein bekanntes Kinderspielzeug. Die laufende Spiralfeder, inzwischen weltweit verbreitet, wurde von dem amerikanischen Ingenieur Richard James 1943 entwickelt. Entsprechend erscheint der Brückenentwurf von Tobias Rehberger als ausgezogene Spirale, die sich in 496 Windungen über den Kanal spannt.
Die Konstruktion basiert auf einer Spannbandbrücke, die dem Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner, mit dem der Künstler die Arbeit realisierte, eine filigrane Ausführung ermöglichte. Lang gewundene Auf- und Abgänge tragen zu dem Bild eines wie zufällig hingeworfenen Lassos bei, wobei das Laufband in sechzehn verschiedenen Farbtönen für Abwechslung sorgt.
Bei Dunkelheit reflektiert ein LED-Lichtkonzept die Farben der Brücke. Wie in vielen Arbeiten des Künstlers verbinden sich hier Skulptur, Design und Architektur miteinander zu einem Werk, das eine praktische Funktion erfüllt und gleichzeitig überraschende Sinneserfahrungen ermöglicht.
Weitere Informationen: https://www.emscherkunst.de/kunstwerk/slinky-springs-to-fame
Literaturhinweis:
Public Art Ruhr. Die Metropole Ruhr und die Kunst im öffentlichen Raum. Hg. von Walter Smerling und Ferdinand Ullrich im Auftrag der RuhrKunstMuseen, Köln 2012, S. 146–147.
Tobias Rehberger
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Oberhausen, Kaisergarten am Schloss, Konrad-Adenauer-Allee


