Tor II
Ursprünglich vier Tore, für eine temporäre Aufstellung konzipiert, schuf Daniel Buren für die Skulptur-Projekte 1987. Sie befanden sich an vier Standorten, wo sie die historische, aber seit Generationen nicht mehr wahrgenommene Grenze zwischen Kirche und Kommune, Klerus und Bürgerschaft sichtbar machten. An Stelle der abgrenzenden Funktion trat jedoch eine Verbindende: Statt eines Schlagbaumes, an den lediglich das rot-weiß gestreifte Muster erinnert, wurden offene Tore errichtet, die den Übertritt zwar noch bewusst machen, jedoch zur Grenzüberschreitung geradezu auffordern. Dieser Aspekt, aber auch die der Arbeit innewohnende Aufforderung, über die Wandelbarkeit von Grenzen und ihre Bedeutung nachzudenken, macht sie aktuell. Das Tor an der Domgasse blieb nach 1987 lange erhalten, musste jedoch 2013 wegen mangelnder Standtfestigkeit abgebaut werden. 2016 konnte es dank des finanziellen Engagements der Firmengruppe Brück wieder installiert werden.
Daniel Buren
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Ursprüngliche Standorte: Geisbergweg / Domgasse / Spiegelturm /Jesuitengang
Status Tor 2: Permanente Aufstellung an der Domgasse, 48143 Münster


