Tor II

Ursprünglich vier Tore, für eine temporäre Aufstellung konzipiert, schuf Daniel Buren für die Skulptur-Projekte 1987. Sie befanden sich an vier Standorten, wo sie die historische, aber seit Generationen nicht mehr wahrgenommene Grenze zwischen Kirche und Kommune, Klerus und Bürgerschaft sichtbar machten. An Stelle der abgrenzenden Funktion trat jedoch eine Verbindende: Statt eines Schlagbaumes, an den lediglich das rot-weiß gestreifte Muster erinnert, wurden offene Tore errichtet, die den Übertritt zwar noch bewusst machen, jedoch zur Grenzüberschreitung geradezu auffordern. Dieser Aspekt, aber auch die der Arbeit innewohnende Aufforderung, über die Wandelbarkeit von Grenzen und ihre Bedeutung nachzudenken, macht sie aktuell. Das Tor an der Domgasse blieb nach 1987 lange erhalten, musste jedoch 2013 wegen mangelnder Standtfestigkeit abgebaut werden.  2016 konnte es dank des finanziellen Engagements der Firmengruppe Brück wieder installiert werden.

www.skulptur-projekte.de


Daniel Buren

1938
Geboren in in Boulogne-Billancourt, Frankreich, lebt in Paris.
1957-1960
1960 Studium der Skulptur und Malerei an der École des Metiers d’Art, Paris.
1972, 1977 und 1982
Teilnahme an der Documenta in Kassel.
2007
Auszeichnung mit dem Praemium Imperiale.

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Ort
Münster
Ursprüngliche Standorte: Geisbergweg / Domgasse / Spiegelturm /Jesuitengang
Status Tor 2: Permanente Aufstellung an der Domgasse, 48143 Münster
Künstler
Daniel Buren
Jahr
1987/2016
Maße
441 x 441 x 10,5 cm
Material
Aluminium, lackiert
Objektart
Skulptur